The Next Web 2013: Barcamp an der FH Salzburg – Nachlese

Das The Next Web Barcamp vom 8.-10. März 2013 an der FH Salzburg  zeichnete sich wieder aus durch das inspirierende Nebeneinander hochwertiger, “techno-optimistischer” Vorträge und engagiertem Publikum. Insgesamt mehr als 70 TeilnehmerInnen waren anwesend. Organisiert wird das Barcamp zwei mal jährlich von Brigitte Jellinek.

The Next Web 2013 Barcamp an der FH Salzburg

The Next Web 2013 Barcamp an der FH Salzburg, Quelle: B. Blinken

“Lightning Talks” wechseln sich ab mit dem intensivem Eintauchen in den Code neuester Programmiersprachen, ihrer Entwicklungsframeworks und Tools, aber auch konkrete Anwendungen und Services sowie Themen wie Interface Design, Usability und “Wie bringt man Kinder zum coden?” haben Platz. Parallel dazu wurden heuer für EntwicklerInnen je ein Workshop zu WebGL sowie Redis/Memcached sowie eine Projektausstellung angegeboten.

Das vollständige Programm, Speaker, die tatsächliche Abfolge und alle Links zu allen Veranstaltungen kann ich hier nicht wiedergeben, darum hier meine kurzen Zusammenfassungen und Eindrücke in einer thematische Gruppierung.

Aktuelle Web Technologien …

Datenbanken und Verteilung

Mit RabbitMQ (verteiltes Messaging) und einem modernen Softwarestack (“@old_sound: I’ve just produced a Buzzword overflow at the Salzburg Barcamp: Redis, RabbitMQ, MongoDB, sock.js, node.js, etc” ), zeigte Alvaro Videla, wie eine Applikation zum Realtime-Sharing von Bildern gebaut werden kann. RIAK ist als open source noSQL Datenbank eine von vielen. Nach Dieter Komendera  hat sie ihre Vorteile bei der Konsistenz der Daten, Sicherheit durch ihr peer-Konzept und der einfachen Konfigurierbarkeit.

Video

Den Nutzen der gesamten HTML5 Technologiepalette zeigte Béla Varga, um Multi Player Games allein mit den Mitteln von offenen Webstandards zu entwickleln. Wie WebRTC via JavaScript APIs die real-time Kommunikation zwischen Browsern unterstützt und sich für Video-Chats eignet, zeigte Michael Tiefenthaler.

Javascript

Gleich zweimal war das Thema “Short is beautiful …” am Programm: Dimitri Reifschneider gibt eine kurze Einführung in HAML, eine Abstraktionssprache zu HTML, die nach denselben Prinzipien arbeitet wie CoffeeScript. Das von Paul der Zauberfisch vorgestellte Compass/SASS ist ein weiteres Authoringframework für CSS-Developer. Simon Dittlmann stellte Javascript-Anomalien für Fortgeschrittene vor.

Entwickler-Support

“Continuus integration”, das automatische Testing und Kompilierung der Software ist unverzichtbar im Softwareentwicklungsprozess. Barbara Blinken zeigte dazu Travis CI, ein open source Werkzeug für alle und alles, was auf GIThub entwickelt wird. Julian Pexler stellte Symphony 2 vor, ein Framework der Wahl für php-Entwickler. In seiner Session zum Umgang mit “user credentials” führte Benjamin Erhard mit einfachsten Mitteln – MD5 hash Suche auf Google – vor, wie schnell Benutzerdaten, vor allem Passwörter in falsche Hände geraten können und was man dagegen tun kann und auch soll. Salt, Salt …

 

… und ihre Anwendung

Open Web & Design

Henrik Mitsch gab eine Einführung in Firefox OS, den Versuch der Mozilla Foundation, neben den großen proprietären mobilen Betriebssystemen eine offene Alternative zu schaffen. Firefox OS = GONK + GEKO + GAIA. Oder: Schreib dein eigenes Telefon als Web-Applikation in Firefox!

Stefan Rössler zeigte konkrete Beispiele für den Nutzen und Wert von “Interface Design for Web Apps” – Flow, Screen und Sprache sind für ihn die wesentlichen Elemente guten Designs. Wenn die Benutzer durch die Software in ihrem natürlichen Aufgabenverlauf unterstützt, durch Screens auf das wesentliche fokussiert und durch sinnvolle Texte oder Anweisungen angesprochen werden, dann hat gutes Applikations-Design ihr Ziel erreicht.

Web & Mensch

Als ein zentrales Instrumente der agiler Softwareentwicklung und des Wissenmanagements für Entwickler führte Henrik Mitsch in die SCRUM Methodik ein, Sebastian Schürmann stellte Pair Programming als Methode vor. Lale stellte ihr Service Design zur Erleichterung der Wohnungsvermittlung für Flüchtlinge vor – eine Matchingplattform für Flüchtlinge, Mentoren und Vermieter. Eine kurze theoretische und praktische Einführung ins vorösterliche GeoCashing durch Barbara Binnen  verhalf den TeilnehmerInnen auch zu einem Outdoor-Aufenthalt

Und: Brigitte Jellinek initiierte den Aufbau eines CoderDojos für Kinder und Jugendliche in Salzburg. Stay tuned …

Veröffentlicht unter Open Source, Web

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