mimacom Open Source Symposion 2013 in Wien

Am 22. Mai 2013 fand in Wien zum zweiten Mal das Open Source Symposion der mimacom Österreich GmbH statt. Jan Gregor von der mimacom freute sich über das Interesse von rund 100 TeilnehmerInnen. Im Zentrum der Veranstaltung standen drei Flagships im Bereich Open Source Software: Liferay (Portal), Alfresco (ECM) und elasticsearch (Suche). Der zweite wesentliche Aspekt war die Diskussion von möglichen Nachteilen und eine CaseStudy zum praktischen Einsatz von Open Source Software in Unternehmen.

 

Open Source Software is cool

Die drei Produktpräsentationen machten für den Bereich Enterprise Content Management deutlich: Diese (und andere) Anwendungen sind von der Produktqualität und Funktionsumfang sowie ihrer Einbindung in Unternehmens-IT-Landschaften jedenfalls gleichwertig zu weiterverbreiteten kommerziellen Produkten von Microsoft oder Oracle. Nach Webservern, Datenbanken und Web-Content-Management-Systemen gibt es nun auch in diesen zentralen Bereichen der Enterprise Software valide Alternativen zu propritätren Systemen.
Mehr noch: Die Verwendung von offenen Content-Standards (etwa JCR, CMIS), eine besonders innovative Architektur (REST, JSON) und die moderne Einbindung aller Anwendungen in die Cloud zeigen ihre Überlegenheit gegenüber den geschlossenen Silos kommerzieller Softwarelösungen.

 

Open Source is enterprise ready

Neben einer reinen Community-Version werden für diese Anwendungen auch Enterprise-Pakete mit entsprechendem Support angeboten. Mittlerweile gibt es genügend kommerzielle Unternehmen, die die Integration unterstützen und Wartung der Anwendungen unternehmen, weil manche Unternehmen über keine hauseigene IT-Kompetenz verfügen (wollen). Und die offene Kommunikation im Ökosystem zwischen Endkunden, Integratoren, Software-Communities und Provider-Firmen hat vor allem für die Endkunden Vorteile, weil es die Abhängigkeit von einzelnen Providern oder Consultants verringert und hier Transparenz schafft.

 

Open Source is a new way to go

Das von mimacom präsentierte Beispiel anhand einer Implementierung von Liferay zeigte vor allem eins: Um alle Vorteile von Open Source Software ausnutzen zu können, gilt es auch, den Prozess der Einführung von Software in Unternehmen agiler zu gestalten. Wie bei jeder Software fallen Kosten an – Integration, Entwicklung spezifischer Features, usw. Um diese Kosten abschätzen zu können, ermöglicht Open Source Software einen iterativen Zugang. Der Kunde muss keine überhöhte Lizenz zahlen für Features, die vielleicht gar nicht gebraucht werden, sondern kann sich gemeinsam mit einem Integrator sehr konkret entscheiden, für welche (individuellen) Anpassungen wirklich Geld ausgegeben werden sollen.

 

Fazit

Open Source ist Trend und Thema, aber es existieren auch noch reservierte Haltungen in Unternehmen. Es gäbe daher noch einige Themen, die im Rahmen einer derartigen Veranstaltung aufbereitet werden können. Einerseits gehen die Vorteile weit über einen Preisvorteil hinaus, und zum anderen sind auch Änderungen in der Firmenkultur bezüglich der Einführung von Software Voraussetzung und Chance für erfolgreiche Open Source Projekte. Eine gute Quelle dazu ist /ch/open/, leider gibt es in Österreich noch keine vergleichbare Initiative und Portale für Open Source und Open Systems.

Veröffentlicht unter Blog, Enterprise, Open Source

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>